Dres. Schichl und Pöhlau Mitautoren der neuen Leitlinie "Insomnie bei neurologischen Erkrankungen"

08. Jun. 2020 - Asbach

Die Leitlinie richtet sich an alle Behandler (Haus- und Fachärzte, Psychologen, Pflegepersonal), aber auch an erwachsene Patienten mit neurologischen Erkrankungen...

Frau Dr. Melanie Schichl, Dipl.-Psych. Neuropsychologie, und Herr Dr. Dieter Pöhlau, Chefarzt Neurologie der DRK Kamillus Klinik, hatten eine beratende Funktion bei der Entwicklung der neuen Leitlinie „Insomnie bei neurologischen Erkrankungen“, herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Im September 2019 fand dazu in Frankfurt die Konsensuskonferenz zur Gestaltung einer neuen Leitlinie zur Diagnostik und Therapie in der Neurologie statt.

Herr Dr. Pöhlau sollte am Redaktionskomitee teilnehmen (als stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft – DMSG)  und bat Frau Dr. Schichl ihn vor Ort zu vertreten. Dort arbeitete Sie aktiv mit den Autoren der verschiedenen Kapitel an der Formulierung und Ausgestaltung der einzelnen Teile. Jeder Teilnehmer hat seinen Teil vorgestellt. Im Anschluss daran wurde in der Gruppe darüber diskutiert und abgestimmt.

Die Qualifikation für die Teilnahme am Redaktionskomitee ergibt sich daraus, dass Herr Dr. Pöhlau Neurologe, Schlafmediziner und stellv. Vorsitzender der DMSG ist und Frau Dr. Schichl  Dipl.-Psych., mit einer Promotion in der schlafmedizinischen Forschung.

Es wurden verschiedene neurologische Krankheitsbilder behandelt (Kopfschmerzen, neurodeg. Bewegungsstörungen, MS, Epilepsie, Demenzen, Hirntraumata, Schlaganfall, neuromuskuläre Erkrankungen). Dazu wurden allgemeingültige Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie der Schlafstörungen bei jeweils diesen neurologischen Erkrankungen formuliert.

Die Leitlinie richtet sich an alle Behandler (Haus- und Fachärzte, Psychologen, Pflegepersonal), aber auch an erwachsene Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Es werden in den Leitlinien unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse aus verschiedenen aktuellen Studien konkrete Empfehlungen gegeben, wie Insomnien bei einer bestimmten neurologischen Erkrankung behandelt werden sollten oder können.
Vorab wird immer kurz beschrieben, welche Schlafstörungen zu erwarten sind (Ein-/ Durchschlafstörungen, schlafbezogene Atem- oder Bewegungsstörungen, Umkehr Tag- Nacht- Rhythmus, nicht erholsamer Schlaf etc.). In Folge werden verschiedene pharmakologische und nicht- pharmazeutische Behandlungsansätze dargestellt, die – je nach Evidenzlage in der Literatur – mehr oder weniger empfehlenswert sind.

Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, was es aufgrund der Forschung Neues gibt (was der einzelne Behandler vielleicht noch nicht weiß, weil nicht jeder Hausarzt sich ständig mit den neuesten Studien zu jeder Erkrankung beschäftigen kann).

Aus der Sicht von Frau Dr. Schichl wird sehr transparent dargestellt, wie viele und welche Studien eingeschlossen wurden und Berücksichtigung fanden und wie qualitativ hochwertig diese waren.
Das ermöglicht dem Leser zu beurteilen, wie fundiert eine Empfehlung jeweils ist

Die Leitlinie ist frei im Netz verfügbar:

https://www.dgn.org/leitlinien/3997-ll-030-045-insomnie-bei-neurologischen-erkrankungen-2020



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